Justine Hautz ist 27 Jahre, kommt aus dem Kreis St. Wendel und ist seit Oktober 2025 die neue Schulsozialarbeiterin an der Gemeinschaftsschule Marpingen – vorerst als Vertretung ihrer Vorgängerin Nina Scharle. Nach nur fünf Monaten hat sie sich schon bei allen der 765 Schülerinnen und Schülern bekannt gemacht. Das liegt an ihrem sympathischen Auftreten, ihrem Engagement und nicht zuletzt an ihrer Begleitung. Denn stets ist der kleiner Malteser-Havaneser-Mischling Franzl an ihrer Seite, ein 30 cm hoher liebevoller Wuschel, der mit seinem treuen Hundeblick alle Herzen erweicht. Franzl ist noch jung, im Sommer wird er zwei Jahre alt, und absolviert gerade mit Bravour seine Ausbildung zum Therapiebegleithund, die nach strengen Vorgaben erfolgt. Justine Hautz Ausbildung liegt dagegen schon einige Zeit zurück. Nach ihrem Abitur an der Gemeinschaftsschule Türkismühle studierte sie Sozialpädagogik an der Universität Koblenz und schloss die Ausbildung 2022 mit dem Bachelor of Arts ab, wobei ihr zweiter Schwerpunkt auf der Erwachsenenbildung lag. Es folgten Anstellungen in der Familienhilfe der Gemeinde Nohfelden und im Freisener Jugendbüro.
Ihre Studienschwerpunkte und beruflichen Erfahrungen passen sehr gut zu ihrem neuen Tätigkeitsfeld an der Gemeinschaftsschule Marpingen. „Hier bin ich Ansprechpartnerin von Kindern ab der fünften Klasse bis zu den Abiturienten, die mit ihren 19, zuweilen 20 Jahren doch schon über das Kindesalter hinausgewachsen sind“, erklärt sie mit einem freundlichen Lächeln. Ihr gemütliches Büro im ersten Geschoss des Mittelbaus ist nicht nur ihre persönliche Arbeitsstätte mit Computer und Unterlagen. Hierher kommen auch regelmäßig Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, um sich von ihr beraten zu lassen. Hier hört sie aufmerksam zu und gibt Hilfestellungen bei schulischen und auch privaten Problemen und vermittelt Ansprechpartner außerhalb der Schule. „Ich sehe mich als Anwältin der Schülerinnen und Schüler“, hebt sie hervor. Aber auch Lehrerinnen, Lehrer, Eltern und Sorgeberechtigte könnten sich an sie wenden – persönlich vor Ort oder über ihre dienstliche E-Mail-Adresse. Schule sei heute für viele nicht nur Lehranstalt, sondern vielmehr Lebensraum geworden. „Die vielfältigen Herausforderungen in unserem Zusammenleben machen natürlich nicht an Schulportal halt“, hebt sie hervor. Sie arbeitet daher immer eng mit den Klassenlehrerinnen und -lehrern und der schulischen Mediations-AG zusammen. Ihr Ziel ist dabei, Fähigkeiten zu vermitteln, um selbst konstruktive Lösungen bei Konflikten zu erarbeiten. „Allen Unkenrufen zum Trotz“, meint sie, „die jungen Menschen sind heute auch sensibler geworden.“ Häufig erlebe sie aufgeschlossene, selbstreflektierte Jugendliche. Auf das heiß diskutierte Thema des Social-Media-Verbots bis 16 Jahre angesprochen, reagiert sie eher zurückhaltend: Damit erlerne man nicht den Umgang mit diesem Medium. Es brauche vielmehr begleitende Unterstützung, damit Kinder und Jugendliche mit all den Infos, Meinungen und Influencern kritisch und konstruktiv umgehen können. Wichtig ist ihr, stets einen guten Umgang vorzuleben - sei es digital oder im analogen Leben. Und Fake-News, Pornographie, Mobbing oder Gewalt in Netz seien für alle sehr gefährlich. Ihr schwebe für Kinder eine begleitete Handynutzung mit medialer Erziehung vor, was sie künftig in Projekten in der Unter- und Mittelstufe aufgreifen wolle.
Doch zuallererst ist ihr ein vertrauensvolles Verhältnis zu allen Schulangehörigen wichtig. Sie orientiert sich immer an den Gesprächspartnern und redet zuweilen auch ‘mal Saarländisch. Bei Aktivitäten der Schule ist sie gerne mit von der Partie. So hat sie sich selbstredend für Fasching in ein zauberhaftes Kostüm geworfen und auch ihrem Franzl ein schickes Outfit verpasst. Mit dieser lebensfrohen, bodenständigen und kommunikativen Art hat Justine Hautz in kurzer Zeit ihren Platz an der Gemeinschaftsschule Marpingen gefunden.

